Soeren Rabethge | systemische Therapie (SG)

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Denken als Probehandeln…

Therapie sollte sich nur so weit wie nötig von praktischem Handeln entfernen. So schnell und so viel wie möglich (trotzdem) handlungsfähig zu bleiben oder zu werden und zu handeln, ist mir ein wichtiges Anliegen.

Dies bedeutet keinen Aktionismus, schon gar keinen blinden. Im Gegenteil sind eine Verankerung in eine geistige und emotionale Grundhaltung und ein klarer Kopf mit Überblick ein hohes Gut. Ein reines Reden-Über, ein schlichtes Seine-Probleme-Verstanden-Haben hilft aber keinem.

„Probehandeln“ ist ein Begriff, der von Sigmund Freund auf sein Triebmodell bezogen wurde. Das Wort beschreibt einen Zustand, in dem noch nicht gehandelt wird, das mögliche Handeln aber bereits im Kopf und im Bauch bzw. Herzen durchgelebt wird. Aus der Kommunikationsforschung und der Neurologie ist bekannt, daß Menschen kleine Bewegungen machen, wenn sie sich etwas vorstellen. In diesem Sinne ist „Probehandeln“ etwas ganz Konkretes mit einem klaren körperlichen Anteil. So wie Ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft, wenn Sie an Ihr Lieblingsessen denken. Oder wie Ihr Körper Adrenalin ausschüttet, wenn Sie an einen ungeliebten Chef oder eine bedrohliche Situation denken, die Sie einmal erlebt haben.

Im „Probehandeln“ können Sie verschiedene Varianten testen, bevor Sie Ihre Pläne dann tat-sächlich umsetzen.